Umweltschutz, Artenvielfalt und Klimafolgen

Challenge 1:

12.03

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Blumen für die Bienen!

Challenge 2:

15.03

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Spende einen Baum!

Klimawandel kommunal - Folgen bekämpfen

Wir alle bemerken, dass der Frühling sich ankündigt und wir somit wieder vermehrt unsere Aufmerksamkeit auf die Natur und Umwelt vor unserer Haustür richten. 

Die vierte Woche des Klimafastens dreht sich deswegen rund um die Themen Umweltschutz, Artenvielfalt und Klimafolgen, welche sehr eng miteinander verknüpft sind. Den Begriff Klimafolgen assoziieren wir unter anderem mit dem Anstieg der Temperaturen auf der Erde. Diese Entwicklung führt zwangsläufig dazu, dass sich unsere Umwelt und damit auch das Vorkommen von Tieren- und Pflanzenarten verändert. Zum Beispiel können sich Schädlinge und Pflanzenkrankheiten, welche vorher nur in wärmeren Gebieten vorkamen, deutlich einfacher und weiträumiger verbreiten. Höhere Temperaturen bringen darüber hinaus auch zunehmende Trockenheit mit sich. Die Auswirkungen dieser beiden Faktoren müssen wir leider zunehmend in den Wäldern Deutschlands beobachten. 

Lange Trockenperioden, wie wir sie im Sommer erlebt haben, führen zu einer verstärkten Austrocknung und Verkrustung des Bodens. Auch die Wasservorräte in den Bodenschichten werden immer kleiner, wodurch die Pflanzen in einen sogenannten Trockenstress geraten und in ihrem Wachstum immer weiter eingeschränkt sind. Dadurch lässt auch ihre Kühlleistung über die Verdunstung nach und weniger CO2 kann in Pflanzen gespeichert werden. 

Mit Klimafolgen verbinden wir aber auch die Zunahme von Extremwetterlagen und wenn wir uns an den vergangenen Sommer erinnern, wird deutlich, dass auch Bad Soden inzwischen verstärkt mit dieser Problematik konfrontiert wird. Im August letzten Jahres kam es zum Beispiel zu großen Schäden aufgrund des Hochwassers in der Innenstadt, da das Wasser nach einer vorherigen Trockenperiode nicht schnell genug versickern konnte.

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Im Endeffekt wird deutlich, dass zahlreiche Faktoren die Veränderungen in unserer Umwelt beeinflussen, das bedeutet im Umkehrschluss aber auch für uns, dass wir alle sehr viele Möglichkeiten haben, um aktiv zu werden. Hier sind einige Ideen, um die Entstehung von solchen Klimafolgen auf regionaler und globaler Ebene zu reduzieren und unsere Umwelt- und Artenvielfalt zu schützen: 

  1. Pflanzen, pflanzen, pflanzen: Egal ob im eigenen Garten, auf dem Balkon, in Gemeinschaftsgärten oder durch das Unterstützen von weltweiten Projekten (Bsp. Ecosia, Baumspenden, …) Durch das Anbauen von Pflanzen schaffen wir nicht nur Lebensräume für Tiere, wie zum Beispiel die Bienen, welche für unser Überleben wichtig sind, sondern tragen auch dazu bei, dass mehr CO2 gespeichert werden kann. 
     

  2. Auf Palmöl verzichten/Konsum reduzieren: Palmöl findet sich in vielen Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. Allerdings wird für viele der Palmöl-Plantagen Regenwald gerodet und damit CO2-Speicher zerstört. Darüber hinaus gefährden die Monokulturen viele sowieso schon bedrohte Tierarten und Ökosysteme. (Natürlich wird auch für den Anbau von z.B. Kokosöl oder Rapsöl viel Fläche gebraucht, sodass ein reiner Wechsel auf andere Ölsorten die Problematik nicht ganz aus der Welt schafft. Jedoch können wir durch einen bewussteren Konsum dazu beitragen, dass die Nachfrage für diese Produkte sink. Also achtet gerne mal bei dem nächsten Einkauf auf die Inhaltsstoffe von Produkten und schaut euch auch nach Alternativen um!) 
     

  3. Torffreie Blumenerde kaufen: Intakte Moore speichern in ihrem Torf riesige Mengen an CO2. Obwohl Moore nur etwa 4% der Landmasse weltweit ausmachen, enthalten sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder auf der Erde. Um mehr Fläche für die Landwirtschaft zu schaffen, werden die Moore allerdings entwässert (in Deutschland schon mehr als 90%). Dadurch entweicht sehr viel CO2 in die Atmosphäre. Der Verzicht auf torfhaltige Blumenerde trägt somit zum Schutz der Moore und damit direkt zur Verhinderung von CO2 -Emissionen bei (handelsübliche Blumenerde besteht bis zu 90% aus Torf).
     

  4. Gartenabfälle kompostieren und zum Düngen verwenden: Man spart sich das Kaufen von Blumenerde und baut so einen eigenen natürlichen Kreislauf auf. Außerdem bietet der Kompost vielen Insekten einen Lebensraum. (Das Verbrennen von Gartenabfällen sollte aufgrund der starken Schadstoff- und Feinstaubfreisetzung auf jeden Fall unterlassen werden) 

Die gesamte Thematik um den Klimawandel und Nachhaltigkeit, kann manchmal sehr erdrückend sein, da wir mit vielen wichtigen Problemen auf einmal konfrontiert werden. Dennoch hilft es schon einfach an irgendeinem Bereich in unserem alltäglichen Leben anzufangen und sich darüber Gedanken zu machen, was man persönlich verändern kann, um z.B. CO2 -Emissionen einzusparen oder um den Lebewesen in unserer Umgebung einen vielfältigeren Lebensraum zu ermöglichen.

 

Mach gerne bei den Challenges für diese Woche des Klimafastens mit und teile deine Erfahrungen mit uns auf Instagram @ klimabewusstes_bad_soden oder schick uns gerne eine E-Mail an:
 info@klimabewusstes-bad-soden.de 

 

Wer sich noch mehr zu den Themen dieses Artikels informieren möchte, findet unter anderem auf der Webseite des Umweltbundesamtes noch einiges an weiterführenden Informationen:  

Challenge 1:
Vielfalt für die Bienen

 
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Bienen sind auf ein vielfältiges Angebot von Blühpflanzen angewiesen um ihre wichtige Funktion als Bestäuber erfüllen zu können und uns damit den Fortbestand von unseren Nahrungsmitteln zu sichern. Leider sieht man auch in Bad Soden häufig Steingärten und eintönige Rasenflächen, welche kein ausreichendes Nahrungsangebot für die Bienen darstellen. Daher wollen wir mit der ersten Challenge das Pollen- und Nektarangebot für Bienen in Bad Soden verbessern. Es gibt dabei viele Möglichkeiten für dich aktiv zu werden: 
 

  1. Baue einen kleinen Kräutergarten! Zum Beispiel aus leeren Blechdosen, die du mit Erde auffüllen kannst und mit blühenden Küchenkräutern (Zitronenmelisse, Thymian, Minze, Rosmarin) bestücken kannst. 
     

  2. Im Vorgarten ein Saatmischung mit Wildblumen aussäen (Scharfgabe, Kornblume, Margeriten, etc.) 
     

  3. Einen Blumenkübel wieder zum Leben erwecken.  

Challenge 2:
Spende einen Baum

 
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Durch das Pflanzen von Bäumen schaffen wir wieder langfristige CO2-Speicher, sorgen für einen gesunden und kühleren Boden und tragen dazu bei, dass sich Ökosysteme erholen können. In der zweiten Challenge dieser Woche geht es also darum einen Baum auf unserem Planeten zu pflanzen. Wenn du einen eigenen Garten hast, findest du dort vielleicht noch eine freie Stelle, um einen Baum anzupflanzen. Wenn nicht gibt es im Internet zahlreiche Organisationen, die es dir ermöglichen einen Baum zu spenden. 
Hier ein paar Beispiele für euch: