Energie -
Wärme und Strom im Haushalt

Challenge 1:

19.03

Heizung runterdrehen!

Challenge 2:

22.03

Strom sparen

Energie im Alltag

Photovoltaik, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Wasserstofferzeugung – der Technologiewandel von fossilen Brennstoffen zu einer CO2-armen Energieversorgung. Die Energieerzeugung und –Nutzung steht im Mittelpunkt der Klimaschutzmaßnahmen.  Doch sind dies ausschließlich globale Probleme oder können wir als Einzelperson oder Haushalt auch einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Energieversorgung leisten?  
Um der Beantwortung dieser Fragestellung etwas näher zu kommen, behandeln wir in dieser Woche des Klimafastens den Themenbereich Energie.

Energie im Alltag  

Wo brauchen wir Energie, was für Energie ist hier gemeint? Egal was wir im Alltag machen, wir nutzen Energie. In dieser Woche wollen wir uns auf die Minderung des Strom- und Wärmeverbrauchs im Haushalt beschränken.  
Wenn wir von “Energie sparen” im Alltag sprechen, berücksichtigen wir vor allem Strom. Aber den größten Anteil unserer verbrauchten Energie macht Raumwärme und die Erzeugung von Warmwasser aus. Nur etwa 20% der Energie fällt auf unseren Stromverbrauch zurück. 

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Wärme 
Wie in der Grafik zu sehen ist, entsteht der größte Teil des Energieverbrauchs von privaten Haushalten im Bereich Raumwärme.  Wir verbrauchen ungefähr 4-mal mehr Wärme als Strom im Haushalt! 
Die Wärme in den Haushalten wird heute noch zum größten Teil durch erdgas- oder erdölbasierte Heizungssysteme erzeugt. Dementsprechend hat das Heizen mit fossilen Brennstoffen einen großen CO2-Ausstoß. Nur etwa 5% der Wärme wird durch die Nutzung von Strom erzeugt. 

Doch wie können wir am besten unsere CO2-Emissionen beim Heizen reduzieren? 
Für diese Fragestellung gibt es zwei Herangehensweisen.  Die langfristigere Option ist die bestehende alte Öl- oder Gasheizung mit einer strombasierten Wärmepumpe auszutauschen oder Warmwasser über eine solarthermische Anlage zu erzeugen. Die Möglichkeiten im privaten Sektor sind riesig aber übersteigen die Maße dieses Artikels. Ein anderer langfristiger Ansatz ist die Sanierung von Wärmedämmung und Isolierung, um weniger Wärme an die Umgebung zu verlieren.  
Diese Entscheidungen sind einmalige Entscheidungen, hängen jedoch mit großen Investitionen zusammen. Der für uns greifbarerer Ansatz ist die Verhaltensänderung auf Verbraucherseite. 
Einfache Ansätze um Wärme zu sparen sind: 
 
1. Die Temperatur in den Räumen reduzieren. Es müssen keine 24 Grad Rauminnentemperatur sein. Auch 20 Grad reichen für den täglichen Gebrauch aus. Eine Temperatursenkung von wenigen Grad haben eine hohe Auswirkung auf den Energiebedarf der Heizungen.  


2. Nur die Räume beheizen, die auch wirklich gebraucht werden. Zwischen diesen Räumen die Türen schließen, damit weniger Wärme an den nicht zu heizenden Raum verloren geht.  


3. Stoßlüften statt Dauerlüften. 


4. Kürzer und nicht auf voller Wärmestufe duschen. Ähnlich wie in der Themenwoche Wasserverbrauch, ist ein Faktor der Wasserverbrauch und die Temperatur. Die CO2-Emissionen eines Vollbades in einer 120l Badewanne (Gasheizung zur Wärmeerzeugung) ,  belaufen sich allein durch die Warmwassererzeugung auf etwa 1,2 kg CO2. Das entspricht etwa den Emissionen einer 10 km langen Autofahrt.

Strom 
Fast alle Haushaltsgeräte und Beschäftigungen sind abhängig von der Stromversorgung. Elektrische Energie ist in unserem Leben heutzutage nicht mehr wegzudenken.  Doch auch die Erzeugung von Strom ist nicht emissionsfrei. Die durchschnittlichen Emissionen des Strommix, den wir aus der Steckdose beziehen liegen immer noch bei etwa 400g/kWh. Das entspricht etwa der doppelten Menge der CO2-Emissionen, um 1 Kilowattstunde Wärme mit einer Gasheizung zu erzeugen. Diese hohen Ausstöße, trotz des immer größer werdenden Anteils an erneuerbaren Energien in unserer Stromversorgung, resultieren aus den immer noch bestehenden, Kohle-, Gas- oder ähnlichen Kraftwerken, die noch fossile Energieträger zur Stromerzeugung verbrennen.  


Da der Strom aus einer PV-Anlage und eines Kohlekraftwerks nicht unterschieden werden können, bedeutet das, dass der verkaufte Grünstrom/Ökostrom genau die gleichen Emissionen hat wie normaler Strom. Für uns gilt also entweder den Strom selbst mithilfe von PV-Anlagen zu erzeugen und den eigenen Stromerbrauch zu minimieren.  Neben der PV-Anlage auf dem Dach gibt es mittlerweile auch eine kleinere Variante für den eigenen Balkon. Diese kann man einfach in die Steckdose stecken und damit dauerhafte Stromverbräuche, wie die des Kühlschranks oder Gefrierfachs decken. Weitere Infos findet Ihr im Internet unter dem Stichwort “Balkonsolaranlage”.  
 

Den Stromverbrauch im eigenen Haushalt kann man durch einfache Gewohnheiten reduzieren: 

1. Schaltet das Licht ab, wenn ihr es nicht unbedingt benötigt. 

2. Versucht Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Trockner, Backofen, Föhn oder vergleichbares nicht unnötig lang oder oft anzuschalten. 

3. Sollte Warmwasser mithilfe eines Elektroboilers erzeugt werden, gilt auch hier der sparsame Umgang mit Warmwasser. 

4. Mehrfachsteckdosen mit Ein- und Ausschalter bestücken und Geräte wie Laptop, PC oder Drucker nachts vollständig ausschalten. 

5. Ersetzt möglichst alle konventionellen Glühbirnen durch stromsparende LEDs 
 

Durch das Bewusstsein, dass jede Art von Wärme- oder Stromeinsatz im Alltag, direkt oder indirekt in zusätzlichen Treibhausgasemissionen resultiert, kann einfacher und intuitiver Energie gespart werden. Und das schont nicht nur das Klima, sondern auch den eigenen Geldbeutel.

Challenge 1:

Heizung runterdrehen

 
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Versucht heute euren Bedarf an Heizwärme zu reduzieren, indem Ihr eine Maximaltemperatur von 20 Grad Innentemperatur einhaltet. Denkt daran Fenster nur kurzzeitig zum Stoßlüften zu öffnen und Türen zu benachbarten, nicht beheizten Räumen zu schließen. 

Laut Studien kann eine Minderung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius bereits zu einer Energieeinsparung von bis zu 6% führen. Unterschiedliche Temperaturen in unterschiedlichen Räumen machen durchaus Sinn. 

Challenge 2:

Elektrogeräte vermindert einsetzen

 

Identifiziert die größten Stromverbraucher bei euch zuhause. Was verbraucht wirklich viel Strom? Sind es die ständig brennenden Lampen und Lichter im Haus?  


Vor allem Geräte, die Wärme erzeugen verbrauchen viel Strom. Ganz vorne dabei bei uns zuhause sind Backofen, Föhn oder Wasserkocher.  Diese Geräte haben eine hohe Leistung und damit einen hohen Energieverbrauch pro Einschaltzeit. Ein Föhn verbraucht beispielsweise pro Minute etwa 10-mal mehr Strom als ein Kühlschrank in der gleichen Zeit. 


Deswegen die heutige Challenge den Verbrauch von Strom im eigenen Haushalt zu reduzieren und den Kühlschrank nicht auf maximaler Stufe laufen zu lassen oder das Licht hinter sich auszuschalten. Versucht bewusst durch den Alltag zu gehen und zu hinterfragen, welches Gerät wirklich gebraucht wird und ob dieses auch auf Maximalstufe eingesetzt werden muss.