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Trend-Setter in der WEG – Ein Erfahrungsbericht zu Balkonsolaranlagen

Aktualisiert: 1. März

Steven und Jörg haben sich im März 2023 an unserer Sammelbestellung beteiligt, nun möchten sie hier ihre Erfahrungen teilen.



Steven: "Ich hatte mich bereits eine ganze Weile mit dem Thema BKW beschäftigt und u.A. in unserer WEG mit 30 Parteien einen Beschluss dafür herbeigeführt. Aufgrund der üblichen Diskussionen um Optik und Stabilität war damals schon in der Versammlung ein Ausdruck von den PlugInEnergy-Modulen hilfreich für den Beschluss - die Nachbarn waren dann alle dafür, dass wir das ermöglichen - aber möglichst full-black Elemente ohne Rahmen und idealerweise nichts Aufgeständertes, da es bei uns schon sehr oft Windböen gibt, die gerne mal die Balkone umräumen. Kurz darauf bin ich über einen Facebook-Beitrag auf Eure Initiative gestoßen und zeitgleich gab es dann noch eine neuere Variante der PIE Module in 90er Breite, die perfekt für unser Balkondesign gepasst haben - also haben wir uns bei Euch für die Sammelbestellung angemeldet und auch noch zwei weitere Nachbarn überzeugt.


Seit Ende März 2023 hängen bei uns nun 4 Module (760 WP) senkrecht am Balkon. Witzige Anekdote: Einige Nachbarn sprachen uns im Laufe des Frühlings an, wann wir denn das Solarzeug kaufen würden, sie würden sich für erste Erfahrungen interessieren - da hingen die Module bei uns und 2 anderen Nachbarn aber schon mehrere Wochen unbemerkt. Ergebnis: Im Haus sind sie nun mittlerweile bei 7 Parteien im Einsatz. 


Leider gab es einige Hakeleien mit der App, sodass wir den ganz genauen Ertrag aus den ersten Wochen nicht ermitteln können - aber knappe 3 kwh haben wir an den sonnigen Tagen schon geschafft - ohne Aufständerung. Jetzt im Winter hatten wir Peaks über 600W Ertrag, dafür aber leider nicht ganz so lange. Da die App etwas unzuverlässig lief, haben wir außerdem  Energiesteckdosen im Einsatz, um erstens live die Erträge zu sehen, aber auch um mal ein besseres Gefühl für die Verbräuche des TK-Schranks, Siebträgermaschine und Co zu bekommen.


Die wesentlichen Effekte haben sich zum einen auf unserer Stromrechnung bemerkbar gemacht: Wir hatten von April bis Dezember rund 380 kwh weniger verbraucht als im Vorjahr plus nach Zählerwechsel im Juli auch noch rund 70 kwh (leider) ungenutzt eingespeist ins Netz. Das hat wiederum dazu geführt, dass wir - wann immer möglich - noch aktiver die Stromverbräuche auf die Mittagszeit legen - insbesondere die Waschmaschine im Eco-Programm wird mit Vorlaufzeit so programmiert, Laptops und Tablets werden ab vormittags eingestöpselt zum Laden. Genauso wissen wir nun auch, dass die Siebträgermaschine an einem Homeoffice Tag durchaus mal ein paar Stunden laufen kann und den 'Kohl nicht fett macht' - mit vergleichbaren Verbräuchen wie wenn man sie 2-3 Mal neu einschaltet und der Kessel komplett aufheizen würde. Bewussterer Stromkonsum hat mit dem Kauf also ganz klar auch Einzug gehalten. 


Ob wir theoretisch mehr Module oder Leistung gebrauchen könnten, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Wir sind nach dem ersten Jahr mit unserem Setup sehr zufrieden - bis auf den Zählerwechsel zu einem Smart-Meter und den damit "verschenkten" Erträgen. Es hat aber insbesondere dazu geführt, dass wir bei meinen Eltern mit Haus & Garten noch bewusster mit Aufständerung und Platzierung eines BKW-Sets experimentiert haben und im Familienchat an vielen Tagen mit den Ernten angegeben wird (mein Vater hat sie schlussendlich fast flach auf der Garage liegen und erntet jetzt im Winter weniger als wir - im Sommer dafür genau andersherum). Genauso wurde mein Vater von meiner Mutter auf die Garage geschickt, um den Schnee zu entfernen, als im Winter nichts mehr in der App ankam ;-).


Copyright für die Fotos: Steven Modler

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